Konstruktion New York – eine Collage mit geometrischen Elementen

Einige Städte inspirieren dermaßen stark, dass die Ideen für eine Bildkomposition fast von alleine kommen. Zu solchen Städten gehört auch New York, wo ich im Jahr 2007 sehr viele schöne Aufnahmen gemacht habe. Die Architektur, die Kunstszene in New York brachten mich auf die Idee, eine Bildkomposition zu kreieren, wo die Fotos mit geometrischen Elementen verbunden werden. Dabei entstand eine Collage, die viele an Kunstwerke aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erinnern. Die Stilrichtungen, die diese Zeit massiv geprägt haben, sind Kubismus (Picasso, Braque, Gris) oder Konstruktivismus (El Lissitzky, Alexander Rodtschenko, Lyonel Feininger). Die Architektur in New York, stark beeinflusst von Frank Lloyd Wright, oder Ludwig Mies van der Rohe (ihr wisst schon, Bauhaus) kommuniziert mit der Kunst und liefert fantastische Kulissen, die unter Fotografen und Filmemachern zurecht sehr beliebt sind. Nun habe ich mich auch von all diesen Faktoren beeinflussen lassen und habe mithilfe von Photoshop ein kleines kubistisch-konstruktivistisches digitales „Gemälde“ kreiert, welches, auf Leinwand gedruckt, eine sehr gute Figur abgibt. Die drei Ausgangsbilder für diese Komposition wurden ohne große Tricks zusammenmontiert. Den Rest erledigten maskierte Einstellungsebenen. Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachbauen dieser Collage!

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Nun habe ich mich auch von all diesen Faktoren beeinflussen lassen und habe mit Hilfe von Photoshop ein kleines kubistisch-konstruktivistisches digitales „Gemälde“ kreiert, welches, auf Leinwand gedruckt, eine sehr gute Figur abgibt. Die drei Ausgangsbilder für diese Komposition wurden ohne große Tricks zusammenmontiert. Den Rest erledigten maskierte Einstellungsebenen. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Nachbauen dieser Collage! Die Ausgangsbilder finden Sie in den Arbeitsdateien. Das Video zum Tutorial zeigt live die Entstehung dieses Kunstwerkes.

 

Schritt 1

Zu den Ausgangsbildern gehören zwei Architekturaufnahmen aus New York und ein Himmelfoto (dazu habe ich ein Strandbild, aufgenommen auf Gran Canaria, verwendet). Freigestellt wird nur die Gebäudegruppe auf dem rechten Bild. Die anderen zwei Bilder werden im Original in die Arbeitsfläche der Collage übertragen. Die Arbeitsfläche der Collage ist im Original 40 x 30 cm, Auflösung 300 dpi. In diesem Tutorial ist die Größe 18 x 13 cm, Auflösung 300 dpi empfohlen. Erstellen Sie die neue Arbeitsfläche mit der genannten Größe.

 

Schritt 2

Verschieben Sie das Bild mit den Wassertürmen in die neue Datei und positionieren Sie die Ebene in der unteren linken Ecke. Stellen Sie die Gebäudegruppe auf dem anderen Foto frei (dazu können Sie entweder das Polygonlasso– oder das Zeichenstift-Werkzeug verwenden) und übertragen Sie die freigestellte Ebene auch in die neue Arbeitsfläche.

 

Schritt 3

Ziehen Sie auch das Bild mit dem Himmel in die Arbeitsfläche und positionieren Sie die Ebene zwischen den Ebenen mit den Häusern. Wählen Sie das Verlaufswerkzeug und erstellen Sie einen Maskierungsverlauf, mit dem Sie den Übergang zwischen dem Himmel auf der Ebene mit den Häusern und dem Himmel von dem Strandbild unsichtbar machen. Der Himmel auf unserer Collage besteht jetzt aus zwei Original-Himmelbildern.

 

Schritt 4

Für eine bessere Wirkung des Himmels in der Komposition dunkeln Sie den Himmel im oberen Bereich der Collage ab. Erstellen Sie über der Ebene mit dem Himmel (Strandbild) eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur, dunkeln Sie die drunterliegenden Pixelebenen ab und maskieren Sie die Einstellungsebene mit dem Verlaufswerkzeug so, dass nur der obere Bildbereich von der Wirkung der Einstellungsebene Tonwertkorrektur betroffen ist.

 

Schritt 5

Die Kanten der Häuser rechts im Bild sollen abgedunkelt werden. Dazu wird eine weitere Einstellungsebene Tonwertkorrektur benötigt, wo im Bereich Tonwertspreizung der mittlere Regler stark nach rechts verschoben wird. Die Maske für diese Einstellungsebene wird mit Hilfe des Verlaufs-Werkzeugs und des Pinsel-Werkzeugs bearbeitet. Die Maske ist ziemlich kompliziert, deshalb ist es sinnvoll, diese einzeln zu zeigen.

 

Schritt 6

Damit Sie die Maske besser sehen können, wurde bei gehaltener Alt-Taste auf die Maskenminiatur geklickt. Das Pixelbild wird dadurch vorübergehend ausgeblendet und die Maske wird in Schwarz-Weiß angezeigt. Um zur normalen Ansicht zurückzukehren, klicken Sie erneut auf die Maskenminiatur der Einstellungsebene Tonwertkorrektur.

 

Schritt 7

Das Dach des Gebäudes unten links im Bild wurde mit Hilfe der Einstellungsebene Tonwertkorrektur aufgehellt. Die Maske wurde genau so wie bei der Abdunklung der Ecken des anderen Gebäudes mit Hilfe von Verlaufs– und Pinsel-Werkzeug erstellt.

 

Schritt 8

Die Vorbereitungen des fotografischen Teils des Bildes sind nun abgeschlossen und Sie können sich der Gestaltung der kubistisch-konstruktivistischen Elemente widmen. Das Bild wird mit mehreren strahlenähnlichen Formen ausgestattet, die die Kanten der Gebäude optisch verlängern. Diese Gestaltungselemente bestehen alle aus maskierten Einstellungsebenen, die sich mehrfach in der Collage wiederholen. Erstellen Sie nun den ersten „Strahl“. Wählen Sie in der Korrekturenpalette eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur, mit der Sie die drunterliegenden Pixelebenen stark aufhellen. Danach wählen Sie das Verlaufswerkzeug und kreieren mit zwei oder mehr Verläufen die Strahlen. Für härtere Kanten soll der Verlauf sehr kurz sein, bei weicheren Kanten länger. Um kurze Verläufe genauer gestalten zu können, vergrößern Sie die Ansicht des Bildes auf 100-200%.

 

Schritt 9

Kopieren Sie die Einstellungsebenen mit der Tastenkombination Strg+J und positionieren Sie die Kopien über den Kanten der Gebäude, wie das auf dem Screenshot gezeigt ist.

 

Schritt 10

Machen Sie noch ein paar weitere Kopien von den Einstellungsebenen Tonwertkorrektur. Die vertikalen Strahlen positionieren Sie an den Kanten der Gebäude mithilfe des Verschieben-Werkzeugs. Neben den vertikalen Strahlen können Sie auch ein paar horizontale Strahlen erstellen, die Sie perspektivisch angepasst an den horizontalen Kanten der Gebäude ausrichten können. Zum Anpassen der Kopien der Einstellungsebenen benutzen Sie die Tastenkombination Strg+T (Frei transformieren); so können Sie die horizontalen Kanten ausrichten.

 

Schritt 11

Die Kopien der Einstellungsebenen Tonwertkorrektur können Sie selbstverständlich immer individuell anpassen. Angenommen, Sie möchten, dass einige Strahlen etwas blasser aussehen – reduzieren Sie die Deckkraft einer Einstellungsebene oder passen Sie im Bereich Tonwertspreizung der gewünschten Einstellungsebene die Werte so an, dass die drunterliegenden Pixel nicht zu stark aufgehellt werden. Erstellen Sie nun eine Kopie der Einstellungsebene Tonwertkorrektur, die Sie jetzt mit einer völlig anderen Maske ausstatten. Benutzen Sie zum Kopieren die Tastenkombination Strg+J.

 

Schritt 12

Damit die alte Maske (mit einem Strahl) außer Kraft gesetzt werden kann, können Sie die Maske einfach löschen. Klicken Sie auf die Maske mit der rechten Maustaste und wählen Sie die Option Maske löschen.

 

Schritt 13

Jetzt wird eine kreisförmige Maske erstellt. Aktivieren Sie das Auswahlellipse-Werkzeug. Erstellen Sie bei gedrückter Umschalt-Taste eine kreisförmige Auswahl.

 

Schritt 14

Achten Sie darauf, dass die Ebene mit der gelöschten Maske angeklickt ist, und klicken Sie dann in der Ebenenpalette auf das Symbol Ebenenmaske erstellen. Die erstellte kreisförmige Auswahl wird in die Maske integriert und in der Bildfläche sehen Sie nur den hellen Kreis. Auf die restliche Bildfläche wirkt die Einstellungsebene Tonwertkorrektur nicht.

 

Schritt 15

Noch sieht der helle Kreis ziemlich unspektakulär aus. Das können Sie schnell ändern. Wählen Sie in der Werkzeugpalette das Pinsel-Werkzeug mit einer großen Spitze (ca. 1000 Pixel) und Kantenschärfe = 0. Stellen Sie im Farbwähler Schwarz als Vordergrundfarbe und blenden Sie mit dem Pinsel Teile des Kreises auf der Maske der Einstellungsebene aus, wie das auf dem Screenshot gezeigt ist.

 

Schritt 16

Die Position des Kreises können Sie mit Hilfe des Verschieben-Werkzeugs anpassen. Machen Sie von der Einstellungsebene mit dem Kreis eine Kopie mit der Tastenkombination Strg+J. Verschieben Sie die Kopie an eine andere Stelle und transformieren Sie den Kreis – aktivieren Sie den Transformationsrahmen mit der Tastenkombination Strg+T und passen Sie Größe und Winkel nach Ihren Vorstellungen an.

 

Schritt 17

Aus dem farbigen Bild werden Sie jetzt ein monochromes Fine-Art-Bild kreieren. Erstellen Sie in der Ebenenpalette über allen darin enthaltenen Pixel- und Einstellungsebenen eine Einstellungsebene Schwarzweiß.

 

Schritt 18

Aktivieren Sie in der Einstellungsebene Schwarzweiß die Option In-Bild-Korrektur, mit der Sie direkt in der Arbeitsfläche die Helligkeit einzelner Bildbereiche steuern können. Bewegen Sie im Bild in einem bestimmten Farbbereich die gedrückte Maustaste nach links, wird diese Stelle abgedunkelt; bei Bewegung nach rechts wird sie aufgehellt.

 

Schritt 19

Neben reinem Schwarz-Weiß können Sie auch eine Tönung für Ihre Collage festlegen. Klicken Sie in der Einstellungsebene Schwarzweiß die Option Farbe an und wählen Sie im Farbwähler die Farbe, mit der Sie das Bild kolorieren möchten. In unserem Beispiel ist das ein hellblauer Ton. Bestätigen Sie den Vorgang mit OK.

 

Schritt 20

Nun ist Ihre Collage fertig. Wenn Sie eine Kopie des Bildes auf einer einzelnen Ebene haben möchten, benutzen Sie die Tastenkombination Strg+Alt+Umschalt+E. Diese Ebene mit den „gesammelten Werken“ können Sie dann mit Strg+A auswählen, mit Strg+C kopieren, mit Strg+N eine neue Datei erzeugen und mit Strg+V das in der Zwischenablage befindliche Bild einfügen. Fertig ist die Kopie des Bildes, die Sie jetzt in der Größe an die gewünschten Medien (Print, Screen oder Web) anpassen können.

Autor: Pavel Kaplun

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