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Wasserspiegelung

Autor:
Philip Fuchslocher
Schwierigkeit:
leicht
Kenntnisse:
-
Arbeitsmaterial:
download
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Treibende Objekte auf einem Gewässer spiegeln sich in der Regel auf der Wasseroberfläche. Je ruhiger der Wellengang, desto schöner dabei die Spiegelung. Insbesondere bei windgeschützten Gebirgsseen kann man mitunter eine faszinierende, spiegelglatte Oberfläche bestaunen. Sind jedoch Wellen vorhanden, beginnt sich auch die Spiegelung zu kräuseln und zu verzerren. Dieses Tutorial soll Euch zeigen, wie Ihr solche Verzerrungen mit wenigen Schritten realistisch hinzufügen könnt


1. Motiv aufbereiten

Wir öffnen uns eine beliebige Datei mit einer Wasseroberfläche (oder Arbeitsmaterial: „wasser_vorlage) und das zu platzierende Objekt (z.B. Arbeitsmaterial „katamaran.psd“) und verschieben letzteres in unsere Wasserdatei, wo wir es passend skalieren und an die gewünschte Position setzen. (Abbildung 1) Die Objektebene (Katamaran) wird mit der Tastenkombination Strg+J dupliziert und unter dem Originalmotiv platziert. Über Bearbeiten: Transformieren: Vertikal spiegeln kippen wir das Motiv einmal über die untere Kante, womit wir der Ausrichtung der Spiegelung schon einmal näher kommen. Um eine korrekte Fluchtung zu erzeugen (die Spiegelung wird nach Vorne ein wenig größer, da näher am Betrachter) wählen wir Bearbeiten: Frei Transformieren und ziehen einen der unteren Eckanfasser mit gedrückter Strg+Shift+Alt Taste ein wenig nach außen. Die Tastenkombination bewirkt dabei ein gleichmäßiges skalieren zu beiden Seiten. (Abbildung 2) Mit der Eingabetaste bestätigen wir die Transformation. Schiebt das Objekt nun noch mit der Maus oder den Cursortasten so zurecht, dass es Kante an Kante mit dem Originalmotiv liegt.


2. Versetzen-Filter

Um die aufgrund des Wellengangs erzeugten Brechungen und Verzerrungen zu erstellen arbeiten wir mit dem Filter „Versetzen“. Dieser funktioniert ganz grundlegend so: Bildinhalte werden um einen Betrag horizontal bzw. vertikal verschoben, der sich aus einer Referenzdatei ableitet. Diese Datei muss als Graustufenbild im Photoshop Format vorliegen.
Schwarze Bildpunkte werden dabei um den Maximalbetrag (kann angegeben werden) in die eine Richtung verschoben, weiße Bildpunkte um den Maximalbetrag in die Entgegengesetzte. Ein mittlerer Grauwert von 128 bewirkt keine Veränderung. Die Abstufungen dazwischen entsprechend nur Teilwerte des Maximalbetrags.

Weiter in unserem Tutorial müssen wir die Wasserfläche nun als Referenzdatei für den Filter vorbereiten. Dazu wechseln wir auf die Wasserebene, wählen den gesamten Bildbereich mit Strg+A aus, kopieren ihn über Bearbeiten: Kopieren, erstellen per Strg+N eine neue Datei (Die Größe entspricht automatisch der Zwischenablage) und fügen das Wasser über Bearbeiten: Einfügen ein. Anschließend wird das Motiv über einen beliebigen Weg in Graustufen umgewandelt. (Elegant wie immer über Lab-Modus oder auch den Kanalmixer, einfach mit Strg+Shift+U). (Abbildung 3) Zum Abschluss speichern wir die Datei noch als .psd Datei ab. (die Referenzdatei findet Ihr auch im Arbeitsmaterial unter dem Namen „spiegelung_referenz.psd“)

Zurück in der ersten Datei wählen wir die gespiegelte Objekt- (Katamaran) Ebene an und wählen den Verzerrungsfilter Versetzen. In dem folgenden Dialog geben wir für die horizontale Skalierung einen Wert um die 20 an (für das Motiv aus dem Arbeitsmaterial, ansonsten müsst Ihr hier ein wenig testen). Die Vertikale lassen wir außer Acht. Nachdem bestätigen mit OK fordert uns Photoshop auf, die Referenzdatei anzugeben, was wir auch umgehend erledigen. (Die Referenzdatei ist das zuvor erstellte Graustufenbild


3. Feinschliff

Den Ebenenmodus der Spiegelungs-Ebene setzen wir nun auf „Hartes Licht“ und reduzieren die Ebenendeckkraft um einige Prozente. (ca. 75% erweisen sich in unserem Fall als passender Wert). Optional lässt sich die Ebene noch leicht weichzeichnen um die Auflösung der scharfen Kanten des Objektes durch das Wasser zu simulieren. Das Ergebnis seht Ihr in Abbildung 4.


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Objekt auf Wasser
Abbildung 1
Platzierung des zu spiegelndes Objektes auf der Wasseroberfläche.
Verzerrung der Spiegelung
Abbildung 2
Perspektivische Verzerrung der Spiegelung.
Referenzdatei für den Verzerrenfilter.
Abbildung 3
Die Referenzdatei für den Versetzen-Filter als Graustufenmotiv.
Das fertige Motiv
Abbildung 4
Die versetzte Spiegelung mit leichten Anpassungen der Ebeneneigenschaften.