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Diagramme in Illustrator

Autor:
Philip Fuchslocher
Schwierigkeit:
schwer
Kenntnisse:
Grundlagen
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Wenn wir mehrere numerische Daten visuell übersichtlich darstellen wollen, behelfen wir uns gerne des Diagramms. Je nach dem welcher Art die Daten sind bedarf es einer anderen Darstellung, um die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werten sinnvoll zu verdeutlichen und deren Bezüge zueinander klar zu definieren. Illustrator bietet eine Vielzahl verschiedener Diagrammtypen an, die sich anhand zahlreicher Parameter individuell gestalten lassen. Es lassen sich sogar komplett eigene Zeichnungen als Werteachsen verwenden.

Dieser Artikel soll eine verständliche Übersicht in die Diagrammfunktion Illustrators geben, auf Schwächen hinweisen und nützliche Tipps liefern.


1. Diagrammtypen

Der entscheidende Punkt vor dem Erstellen eines Diagramms ist die Wahl des korrekten Typs. Es folgt eine Auflistung der in Illustrator möglichen Darstellungen und deren sinnvolles Einsatzgebiet.

Balkendiagramme (Abb. 1 + 2)
Balkendiagramme bieten sich an, wenn Vergleiche zwischen verschiedenen Elementen dargestellt werden sollen. Z.B. Menge der Besucher von photozauber.de nach Monaten gestaffelt. Auch zur Darstellung eines Zeitraums bietet sich das Balkendiagramm an. Als eines der wenigen Diagramme erlaubt das Balkendiagramm auch negative Werte.

Gestapelte Balkendiagramme (Abb. 3 + 4)
Die gestapelten Balkendiagramme erfüllen denselben Zweck wie das „normale“ Balkendiagramm. Im Gegensatz zu diesem werden die Werte einer Datenzeile in einem einzigen, gestapelten Balken dargestellt. Auf diese Weise lässt sich das Verhältnis der einzelnen Werte, bezogen auf den Gesamtwert besser veranschaulichen. Als eines der wenigen Diagramme erlaubt das Balkendiagramm auch negative Werte.

Flächendiagramme (Abb. 5)
Über einen bestimmten Zeitraum entstehende Veränderungen können gut mit einem Flächendiagramm dargestellt werden. Werden mehrere Datenreihen in einem Diagramm ausgegeben, ähnelt es stark dem gestapelten Balkendiagramm. Möglicher Einsatz: Anstieg der Werbeeinnahmen auf Photozauber seit 2003

Kreisdiagramme (Abb. 6)
Das Kreisdiagramm bietet die Möglichkeit, Informationen in prozentualem Bezug auf die Gesamtmenge darzustellen. (Teilwert von maximalen 100%). Beispiel: Durchschnittliche Seitenaufrufe des Besuchers in den verschiedenen Rubriken Photozaubers. (Workshops, Informativ, Interaktiv…). Sinnvoll ist das Diagramm bei nur einer bestehenden Datenreihe (nur ein Diagramm wird erstellt). Zudem sollte die Anzahl der darzustellenden Informationskategorien bei maximal 7 liegen. Ansonsten kann das Diagramm sehr unübersichtlich werden.

Liniendiagramme (Abb. 7)
Liniendiagramme genießen sämtliche Vorteile des Flächendiagramms (nähere Informationen siehe „Flächendiagramme), ermöglichen jedoch zudem ein problemloses Überschneiden verschiedener Wertachsen. Ab ca. 10 darzustellenden Werten je Datenreihe sollte statt dem Liniendiagramm das Streu/Punkt-Diagramm verwendet werden.

Streudiagramme (Abb. 8)
In einem Streudiagramm lassen sich Regelmäßigkeiten und/oder Tendenzen in Datensätzen gut ablesen. Insbesondere umfangreiche Datensätze lassen sich mit dieser Art des Diagramms gut darstellen. Aufgrund der losen Punkte erschließt sich dieses Diagramm dem Ungeübten jedoch nicht sofort und wird überwiegend in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet, wo man davon ausgehen kann, das sich der Leser bewusst näher mit den Diagrammen beschäftigt. Beispiel: Gegenüberstellung der geschätzten und der tatsächlichen Anzahl an Besuchern auf Photozauber zu jeder vollen Stunde.

Netzdiagramme (Abb. 9)
Diese Diagramme zeigen eine Gegenüberstellung verschiedener Datensätze, bezogen auf mindestens 3 verschiedene Kriterien. Jedes Kriterium erhält dabei eine Achse in dem Kreis. In Abbildung 9 werden drei verschiedene Datensätze (Punkt 1-3) an 6 verschiedenen Werten gemessen. (6 Achsen vom Mittelpunkt ausgehend). Beispiel: Jede Achse steht für eine Hauptrubrik Photozaubers. Drei Besucher werden angehalten, sich 10 Minuten auf Photozauber zu bewegen. Das Diagramm zeigt dann in welchen Bereichen sich welcher Besucher, relativ zu dem Zentralpunkt, am meisten bewegt hat und setzt die Vorlieben jedes Einzelnen mit den anderen in direkte Beziehung.


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balken-vertikal
Abbildung 1
Balkendiagramm vertikal
balken-horizontal
Abbildung 2
Balkendiagramm horizontal
balken-vertikal-gestapelt
Abbildung 3
Gestapeltes Balkendiagramm vertikal
balken-horizontal-gestapelt
Abbildung 4
Gestapeltes Balkendiagramm horizontal
fläche
Abbildung 5
Flächendiagramm
kreisdiagramm
Abbildung 6
Kreisdiagramm
liniendiagramm
Abbildung 7
Liniendiagramm
Netzdiagramm
Abbildung 8
Netzdiagramm