Zur Navigation springen | Zum Inhalt springen
Drucken Favoriten Weitersagen Sitemap

Glatte Haut im Model-Look

Autor:
Philip Fuchslocher
Schwierigkeit:
mittel
Kenntnisse:
Grundlagen
Arbeitsmaterial:
download
Artikelbewertung:

Artikel bewerten


Probleme mit dem Artikel?

Zum Forum


Unsere Photoshop-DVD-Empfehlung


Photoshop-Workshop-DVD - Basics & Tricks
Photoshop-Workshop-DVD - Retusche & Composing
Photoshop-Workshop-DVD - Effekte für Layout, Typo & Photo

Photoshop-Workshop-DVD - Webdesign

Auf den Titelseiten von Magazinen strahlen uns stets perfekt hergerichtete Models an, ohne jeglichen Makel an Ihrer Haut. Bekommt man dann jedoch einmal ein unbearbeitetes Motiv derselben Person zu Gesicht kann man mitunter nur staunen. Dieser Workshop soll Euch zeigen wie Ihr auch aus „schlechtem Material“ ohne großen Aufwand die Heidi Klum von Morgen herbeizaubert.


1. Pickel entfernen

Im ersten Schritt nehmen wir uns der besonders auffälliger Störungen an. Das können zum Beispiel größere Pickel oder tiefere Falten sein. (Abbildung 1)

Zum Entfernen der Pickel bietet sich seit Photoshop CS der Bereichs-Reparatur-Pinsel an. Die weiche Pinselspitze wird mit einem Radius eingestellt, der ein wenig größer ist als der einzelne Störenfried. Mit einem einfachen Klick auf den darauf entfernt Photoshop diesen automatisch. Die benötigten Informationen zur Farbanpassung entnimmt das Programm aus der direkten Umgebung. Sucht das Motiv nach allen Störungen dieser Art ab und entfernt sie auf diese Weise. (Abbildung 2)

Wichtig: Der Bereichs-Reparatur-Pinsel (und auch der normale Reparaturpinsel) funktioniert nur, wenn in der direkten Umgebung die benötigten Farben vorhanden sind. Problematisch wird es zudem, wenn sich das zu kaschierende Detail dicht an einer harten Kante zwischen z.B. zwei verschiedenen Farben befindet. Photoshop kommt dann durcheinander und liefert ein sehr verschmiertes Ergebnis. (Ausführliche Informationen hierzu findet Ihr in der Erweiterten Schulung zu Photoshop auf Seite 27ff.)


2. Falten entfernen

Für die Falten könnten wir im Grunde genauso verfahren, allerdings ist es wahrscheinlich, dass insbesondere bei längeren und größeren Exemplaren unschöne Nähte entlang der Ränder der Pinselspitze bilden. Das mag bei dem Motiv des Workshops nur schwach der Fall sein, aber die hier erklärten Methoden sollen ja generisch funktionieren.

Wir wechseln zum Stempelwerkzeug, wählen eine weiche Pinselspitze, deren Größe ein gutes Stück über die Breite der Falten gehen darf, ohne jedoch Gefahr zu laufen, versehentlich andere Gesichtsteile damit zu bemalen, stellen die Deckkraft auf einen niedrigen Wert (ca 20%) und den Modus auf „Aufhellen“.
Die geringe Deckkraft bewirkt einen dezenten Farbauftrag. Mit mehrfachem Überpinseln erhalten wir so das optimale Ergebnis bei voller Kontrolle. Der Modus „Aufhellen“ bewirkt, dass nur die Bildpunkte angepasst werden, die dunkler sind als diejenigen die wir als Quelle für den Stempel aufnehme. Per Alt-Klick wählen wir aus der direkten Umgebung einen Farbton der Hautpartie, der nicht vom Schattenwurf der Falten betroffen ist und stempeln nun so oft mit mehreren Klicks über die Falten, bis diese verschwunden, oder soweit reduziert sind, bis es uns gefällt. (Abbildung 3)


3. Haut glätten

Dieser Schritt gibt dem Gesicht letztendlich den weichen und glatten Charakter. Je mehr bereits vor der Aufnahme des Fotos durch Make-Up und Styling erreicht werden kann, desto weniger drastisch müssen die Eingriffe hier sein. Das spiegelt sich in der Anmutung der Weichzeichnung wieder.

Die Motivebene wird mit Strg+J multipliziert und im Anschluss ausgeblendet. Die untere Ebene behandeln wir nun mit dem Filter: Weichzeichnungsfilter: Gaußscher Weichzeichner. Bei aktivierter Option „Vorschau“ schieben wir den Regler so lange langsam nach rechts, bis die Unreinheiten gerade so verschwommen sind, dass sie nicht mehr auffallen (bzw. den Grad an Dezenz erreichen, den wir für ausreichend erachten) und bestätigen mit „OK“. (Abbildung 04)

Wir aktivieren die zuvor erstellte Kopie unseres Motivs, blenden sie wieder ein und legen eine neue (weiße) Maske an, indem wir auf das entsprechende Symbol in der Iconreihe der Ebenenpalette klicken. Mit einer weichen Pinselspitze und geringer Deckkraft (ca. 20%) malen wir mit schwarzer Farbe über die Maske, um damit die darunterliegende, weichgezeichnete Ebene durchscheinen zu lassen. Je öfter wir über die Maske malen, desto weicher wird das Bild. Achtet hier darauf, dass Ihr es nicht übertreibt. Ab einem bestimmten Grad verliert die Haut jegliche Natürlichkeit und wirkt unecht. (Abbildung 05) Ein mögliches Endergebnis seht Ihr in Abbildung 06.

Zum Abschluss noch ein genereller Hinweis. Oftmals machen Fältchen, Grübchen etc. das Gesicht eines Menschen erst charakteristisch. Übertreibt es also nicht mit den Korrekturen.


Lust, selbst einen Artikel zu schreiben?
Das Photozauber Team dankt für jede Unterstützung Eurerseits.

Störungen ausfindig machen
Abbildung 1
Störungen ausfindig machen.
Pickel werden mit dem Bereichs-Reparatur-Pinsel entfernt.
Abbildung 2
Pickel werden mit dem Bereichs-Reparatur-Pinsel entfernt.
Falten werden im Modus
Abbildung 3
Falten werden im Modus "Aufhellen" ausgestempelt.
Ebenenkopie weichzeichnen.
Abbildung 4
Ebenenkopie weichzeichnen.
Originalmotiv maskieren.
Abbildung 5
Originalmotiv maskieren.
Das Endergebnis.
Abbildung 6
Das Endergebnis.