Mit diesem Beitrag möchte ich euch eine Möglichkeit vorstellen, eigene Icons zu erstellen- es mag sicherlich viele andere Möglichkeiten geben, ich habe mir diese im Laufe der Zeit zurechtgearbeitet und komme sehr gut damit klar und erziele auch gute Ergebnisse damit.
Um dieses Tutorial nachvollziehen zu können, solltet ihr die grundlegenden Funktionen von Photoshop gut beherrschen und im Umgang mit Ebenenmasken geübt sein. (Grundlagschulung Kapitel Ebenen)
Des weiteren kann ich euch nur die Technik beibringen, nicht jedoch das kreative Entwerfen der Icons- die Qualität der Icons wird weitestgehend von der Idee bestimmt. Das Icon sollte einfach gehalten sein und auf den ersten Blick als das erkennbar sein, für das es steht!
Abbildung 1 zeigt einige von mir entworfene Icons.
1. Größe und Farben
Zu Beginn des Prozesses solltet ihr euch einen Zettel und einen Stift nehmen und einmal überlegen, für was das Icon stehen soll- was ist Charakteristisch hierfür, was kann leicht und verständlich umgesetzt werden. Ihr müsst beim bedenken von Icons stets bedenken, dass die kleinen Symbole wirklich klein sind.
Die Standardgröße von Icons für den Desktop beträgt 32x32px, Icons im Windows-Explorer lediglich 16x16px.
Erkennbare und vor allem detaillierte Bildinformation mit so wenig Pixeln darzustellen ist schwieriger als man evtl. annehmen mag und Bedarf einiger Übung- also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn es nicht gleich wie gewünscht klappt.
Macht euch nun also so lange kleine Scribbles, maximal 5cm auf 5 cm- eher noch kleiner. Durch das kleine Format verbietet ihr euch bereits selber, zu detailliert zu werden. Schattiert euch das Icon ein wenig mit Bleistift an, so das ihr schon genaue Vorstellungen habt, wo Räumlichkeit entstehen soll.
Für den Anfang bietet es sich an, einen einfachen Gegenstand vom Schreibtisch zu skizzieren und dabei den Schattenwurf und Lichtreflexe aufzunehmen.
Wichtig- Icons sind stets quadratisch- beachtet das auch bei eurem Entwurf- Höhe und Breite des Icons sollten möglichst ausgeglichen sein- zumindest dann, wenn ihr eine Iconserie erstellt- zu starke Unterschiede zwischen den Icons können schnell "falsch" wirken!
Für dieses Tutorial habe ich mir meine Maus- die MS Wireless Explorer als Vorlage genommen. Wie ihr feststellen werdet, habe ich ihr noch ein Kabel angehängt, damit sie etwas mehr nach einer Maus aussieht!
Nun gehts aber richtig los!
Scannt euch euer Scribble als Graustufendatei ein, erzeugt eine Quadratische Auswahl und stellt euer Icon anhand der Auswahl frei. (Bearbeiten:Freistellen)
Anschliessend rechnet ihr das Scribble auf die endgültige Größe herunter, je nachdem wie es ausgegeben werden soll.
Wie bereits erwähnt, ist 32x32px die Standardgröße für den Desktop, 16x16px die des Explorers.
Nach dem Herunterrechnen werdet ihr feststellen, dass ihr nur noch wenig erkennen könnt, vom Bearbeiten ganz zu schweigen. Um dem Abhilfe zu schaffen könnten wir einfach das Bild einzoomen- ansatzweise richtig, doch um den Fortschritt des Icons im Auge behalten zu können, müssten wir nun ständig Ein- und Auszoomen. Um dies zu vermeiden, erstellen wir uns eine neue Ansicht des Dokuments und vergrößern dies auf ca. 600%. Das Bild sollte noch erkennbar sein ohne in einen Pixelbrei zu versumpfen. Die kleine Ansicht lassen wir in einem Fenster daneben geöffnet: Nun können wir in der großen Ansicht bequem malen und in der kleinen Ansicht die Fortschritte begutachten.
Wir erzeugen eine weitere Ebene die wir an unterste Stelle setzen und flächig weiß einfärben.
Zum Schluß setzen wir noch die Deckkraft der Ebene mit unserer Zeichnung herunter- ca. 30% sollten die Zeichnung noch erkennbar belassen, jedoch nicht im weiteren Verlauf der Arbeit stören.

- Abbildung 1
Einige ältere von mir entworfene Icons. 
- Abbildung 2
Meine gescribbelte Maus mit angefügtem Kabel. (Am Ende des Tutorials seht ihr das Endergebnis) 
- Abbildung 3
So sollte es in der Ebenenpalette am Ende aussehen.






