Ergänzend zur Grausstufenumsetzung per Kanalmixer, mit der man sehr gezielt ein Farbbild in ein Grausstufenbild umwandeln kann, hier noch eine schnellere Methode, die auch sehr gute Ergebnisse bringt.
An dieser Stelle ein Dankeschön an Thomas Schaub, der mich auf die grundlegenden Informationen dieses Ablaufes hingewiesen hat.
1. Der Lab-Modus
Der Lab-Farbmodus ist ein geräteunabhängiger Farbmodus. Die Bildinformationen werden über drei Kanäle gesteuert:
Den L-Wert, welcher die Helligkeit auf einer Skala von 0 bis 100 einteilt. Die beiden Konstanten a und b, welche den Farbbereich von Rot nach Grün (a) bzw. Blau nach Gelb (b) steuern (Abbildung 2).
D.h. im Lab Modus werden alle Helligkeitswerte über den L-Kanal gesteuert. Diesen Umstand wollen wir uns hier zu Nutze machen.
2. Farbe zu Schwarz-Weiß
Als erstes duplizieren wir unser farbiges Originalmotiv, bzw. sichern es unter einem anderen Namen, damit wir mit dem nächsten Schritt keine irreparablen Schäden am Original hervorrufen (Abbildung 3). Nun navigieren wir in die Übersicht der Kanäle und löschen beherzt den a- und den b-Kanal heraus (Abbildung 4). Das Ergebnis ist ein Graustufenbild, das nun im Mehrkanalmodus vorliegt (Abbildung 5). Um nun wie gewohnt Veränderungen vorzunehmen, sollte das Dokument über Bild:Modus:Graustufen noch in ein gewöhnliches Graustufenbild gewandelt werden.
3. Letzter Feinschliff
Die Umwandlung über den Lab-Farbraum hat einen "Haken": Über diesen Weg wird kein Tonwertzuwachs berechnet. Geht das Motiv später in den Druck, so laufen die Rasterpunkte je nach Art des zu bedruckenden Papiers mehr oder weniger zu, d.h. das Motiv wird im gesamten dunkler. Hierzu ist es notwendig, das Motiv manuell, z.B. über die Gradationskurve aufzuhellen. Findet das Bild nur am Monitor Verwendung, so ist dies natürlich überflüssig.
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- Abbildung 1
Das zu erreichende Endergebnis. 
- Abbildung 2
Der Lab-Modus. 
- Abbildung 3
Unsere duplizierte Vorlage. 
- Abbildung 4
Wir entfernen den a- und b-Kanal. 
- Abbildung 5
Das Graustufenbild im Mehrkanalmodus.



