Passend zur Weihnachtszeit ein Workshop, mit dem ihr flexibel Schneeflocken auf eure Bilder anwenden könnt. Das Schöne daran: Nach getaner Vorarbeit könnt ihr die Schneeflocken ohne erneutes Erstellen auf alle eure Bilder anwenden.
1. Schneeflocken-Muster erstellen
Als erstes Erstellen wir uns ein Muster, welches die Schneeflocken beinhaltet. Der Vorteil davon ist, dass dieses Muster z.B. über den Musterstempel auf jedes Dokument anwendbar ist und wir uns damit die Arbeit sparen, für jedes Dokument, auf welches wir die Schneeflocken anwenden wollen, die Flocken neu zu erstellen.
Wir erstellen ein neues Dokument. Die Größe ist euch überlassen, sollte aber nicht zu klein gewählt werden (ca. 300x300px). Beim späteren Aufstempeln des Musters wiederholt Photoshop das Muster immer wieder auf's Neue, so dass ein zu kleines Format Wiederholungen deutlich sichtbar machen würde. Wir wandeln die Hintergrundebene (falls vorhanden) per Doppelklick darauf in eine normale Ebene um und füllen diese mit Schwarz. Über Filter:Störungsfilter:Störungen hinzufügen erstellen wir ein schwarz/weißes Rauschen. Der Wert für den Filter sollten etwa bei 150 liegen, die Optionen "Gaußsche Normalverteilung" so wie "Monochrom" aktiviert. Anschließend wird das Rauschen mit dem Filter:Weichzeichnungsfilter:Gaußscher Weichzeichner und dem Wert von etwa 3,0 weichgezeichnet. (Abbildung 2)
Momentan liegt uns noch ein ziemlicher Pixelsumpf vor. Über Bild:Einstellen/Anpassen:Helligkeit/Kontrast geben wir dem Ganzen mehr Struktur: Der Kontrast wird auf den Maximalwert 100 gesetzt, die Helligkeit wird nach eigenem Ermessen reduziert. Je niedriger die Helligkeit, desto kleiner werden die Flocken (Abbildung 3). Schneeflocken bestechen in der Realität durch ihren weichen Charakter. Um dies zu erreichen wählen wir nun den Filter:Weichzeichnungsfilter:Bewegungsunschärfe. Die Werte übernehmt ihr etwa Abbildung 4. (Der Winkel bestimmt wie die Flocken "aus den Wolken fallen". Er sollte also, wenn es kein Schneesturm werden soll, relativ senkrecht sein)
Der letzte Schritt beim Erstellen der Flocken besteht darin, dass wir mit dem Radiergummi alle Flocken entfernen, die vom Dokumentrand angeschnitten sind. In Abbildung 5 habe ich diese Bereiche Rot markiert. Würden wir diesen Schritt umgehen, hätten wir beim späteren Auftragen der Schneeflocken viele Elemente mit gerader, scharfer Kante- nicht unbedingt schneeflockentypisch. Über Bearbeiten:Muster festlegen wird das Muster nun abgesichert und für die kommende Aufgabe verwertbar. (Sollte der Befehl Muster festlegen ausgegraut sein, aktiviert zuerst das Verschieben-Werkzeug ("V") und probiert es noch einmal.)
2. Schnee aufstempeln
Nun spielen wir Wettergott. Wir öffnen das zu "beschneiende" Bild und erstellen eine neue Ebene. Dann aktivieren wir das Muster-Stempel Werkzeug und wählen in der Optionsleiste als Muster unsere zuvor erstellten Schneeflocken.
Diese stempeln wir nun nach Belieben auf. Die Werkzeugspitze lässt sich wie jede andere Spitze auch in der Größe variieren, so dass bequem großflächig oder auch detailliert Schneeflocken aufgetragen werden können.
Als abschließenden Schritt stellen wir den Ebenenmodus der Schneeebene noch auf "Aufhellen" um die Schwarz/Grauen Ränder zu entfernen (Abbildung 6).
Wem der Schnee nicht dicht genug ist, der kann weitere Ebenen erstellen und bestempeln. Wichtig ist, dass ihr jede Kopie ein wenig verschiebt, sonst liegen die Flocken deckungsgleich.
Das war's vom BSE!
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- Abbildung 1
Das Endergebnis im Vergleich zum Original. 
- Abbildung 2
Weichgezeichnetes Rauschen. 
- Abbildung 3
Die Flocken formen sich. 
- Abbildung 4
Der Schnee wird weich... 
- Abbildung 5
Kanten entfernen. 
- Abbildung 6
Den Schnee auftragen.



