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Regen simulieren

Autor:
Philip Fuchslocher
Schwierigkeit:
mittel
Kenntnisse:
Auswahlverfahren, Einstellungsebenen, Ebenenmasken
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Mit diesem Tutorial zeige ich euch, wie ihr schnell einen recht realistischen Eindruck von Regen in ein Bild erschaffen könnt.

Der eigentliche Regeneffekt ist recht simpel, darum habe ich mir erlaubt, das Tutorial ein wenig auszubauen, in dem ich noch beschreibe, wie ihr eine sonnige Szene in eine trübes Regenszenario verwandelt. Wen nur der reine Regeneffekt interessiert, der kann bei Schritt 2 beginnen.


1. Stimmung anpassen

Zunächst öffnen wir unser Motiv. In meinem Fall habe ich ein Stück Würzburg von unserem Balkon ausgewählt. Ihr könnt das Bild gerne zu Übungszwecken per Rechtsklick auf eurer Platte speichern.

Der Himmel wirkt momentan noch ausgesprochen freundlich. Es aus diesem blauen Himmel regnen zu lassen wäre ein wenig suspekt. Aus diesem Grund werden wir ihn ein wenig finsterer machen.
Hierzu erstellen wir eine Auswahl des Himmels. Ich habe mich hier für das Werkzeug "Farbbereich wählen" aus dem Auswahl-Menü entschieden. Es steht euch natürlich frei, euren eigenen Weg zu gehen.
Bei geöffnetem Farbbereich auswählen Dialog klicken wir nun mit der Pipette in den Himmel des Bildes und beobachten, wie sich beim Ziehen über diesen die Anzeige im Farbbereich-Dialog ändert. Ist der größte Teil in einem reinen Weiß, können wir den Dialog mit OK bestätigen. Kleine Unreinheiten ändern wir später.

Nachdem ihr die Auswahl des Himmels erstellt habt, wählt ihr nun Ebene:Neue Einstellungsebene:Farbton/Sättigung.
In diesem Menü reduziert ihr nun die Sättigung und die Lab-Helligkeit des Himmels, bis ihr damit zufrieden seid. Als Richtwerte könnt ihr die Einstellungen aus Abbildung 4 übernehmen. Nach Bestätigen dieses Dialogs klicken wir in der Ebenenpalette auf die Ebenenmasken-Miniatur der gerade erstellten Einstellungsebene und wechseln mit der Taste "Q" in den Maskierungsmodus. Mit einer mittelgroßen Pinselspitze entfernen wir nun noch kleinere Störungen, die bei der Auswahl zu Beginn nicht sauber gewählt wurden. Die Farbanpassung geschieht automatisch, da wir durch die Arbeit an der Maske direkt die Bereiche des Bildes bearbeiten, auf die die Einstellungsebene wirken soll. Ein vorläufiges Ergebnis seht ihr in Abbildung 6.


2. Filtern

Nun geht es mit dem eigentlichen Regen los. Wir erstellen eine neue Ebene an oberster Stelle in der Ebenenpalette und färben diese Schwarz. Auf diese Ebene wenden wir nun den Filter "Störungen hinzufügen" aus dem Störungsfilter-Menü hinzu.
Die Einstellungen könnt ihr aus der Abbildung links entnehmen.
Eine höhere Stärke bewirkt mehr Regen und vice versa.

Um die "Fäden" des Regens zu simulieren wenden wir nun noch den Bewegungsunschärfefilter aus dem Genre der Weichzeichnungsfilter an. Der Winkel beschreibt in diesem Fall den Winkel, in dem der Regen zu Boden fällt. Je windiger die Szenerie sein soll, desto waagerechter sollte der Regen fallen. Einfach ein wenig experimentieren. Per Distanzwert könnt ihr die Dichte des Regens regulieren.

Am Ende stellt ihr den Modus der "Regenebene" noch auf Negativ multiplizieren. Wem der Regen nun noch zu Dunkel ist, der kann über die Tonwertkorrektur (Strg+L, bzw. Bild:Einstellen:Tonwertkorrektur) den grauen Regler für die Mitten noch ein wenig nach rechts schieben. Hierdurch wird der Regen aufgelockert.

Zu guter Letzt habe ich die Ebene mit der Szenerie einer Feinkorrektur in Sachen Sättigung und Helligkeit über das Farbton/Sättigung Menü unterzogen. Experimentieren ist wie immer der beste Weg zum Erfolg!

Der BSE!


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Das zu erreichende Endergebnis.
Abbildung 1
Das zu erreichende Endergebnis.
Das sonnige Ausgangsmotiv.
Abbildung 2
Das sonnige Ausgangsmotiv.
Wir erstellen eine Auswahl des Himmels.
Abbildung 3
Wir erstellen eine Auswahl des Himmels.
per Farbton/Sättigung machen wir den Himmel trist.
Abbildung 4
Per Farbton/Sättigung machen wir den Himmel trist.
Im Maskierungsmodus entfernen wir kleine Störungen in der Ebenenmaske.
Abbildung 5
Im Maskierungsmodus entfernen wir kleine Störungen in der Ebenenmaske der zuvor erstellten Einstellungsebene.
So könnte das Bild nach der bisherigen Behandlung aussehen.
Abbildung 6
So könnte das Bild nach der bisherigen Behandlung aussehen.
Die Intensität der Störung beeinflusst die Stärke des Regens.
Abbildung 7
Die Intensität der Störung beeinflusst die Stärke des Regens.
Mit der Bewegungsunschärfe wird die Richtung und Dichte des Regens bestimmt.
Abbildung 8
Mit der Bewegungsunschärfe wird die Richtung und Dichte des Regens bestimmt.