Werden Vektorobjekte in Gitterobjekte umgewandelt, erhält man vielseitige Möglichkeiten, Plastizität durch so genannte Verlaufsgitter zu erzeugen.Man ist nicht mehr auf den linearen oder radialen Verlauf beschränkt, sondern kann diesen vollkommen frei gestalten.
In diesem Workshop möchte ich auf diese mächtige Funktion etwas genauer eingehen.
1. Erstellen eines Verlaufgitters
Es existieren zwei verschiedene Varianten, um aus einem normalen Vektorobjekt ein Gitterobjekt zu erstellen:
Über das Menü: Objekt: Verlaufsgitter erstellen lassen sich direkt die Parameter angeben. (Abb.2)
Zeilen und Spalten geben die Anzahl der Unterteilungen an. Viele Unterteilungen erlauben feinere Farbabstimmungen, erschweren jedoch auch die Arbeit mit dem Gitter. (Man kennt das ja bereits von der Arbeit mit dem Pfadwerkzeug)
Per Aussehen lässt sich im Vorfeld angeben, ob das Verlaufsgitter eine bestimmte Form einnehmen soll. „Flach“ erstellt ein Gitter, das Flächig auf die Form projiziert wird, ohne perspektivisch verzerrt zu werden. „Mitte“ erstellt aus einem Kreisobjekt direkt eine plastisch wirkende Kugel. Der mittlere Punkt des Verlaufgitters wird mit Weiß belegt, zu den Rändern hin ergibt sich ein Verlauf ins Dunkle.
Über die Option „Spitzlicht“ lässt sich einstellen, mit welcher Deckkraft das verwendete Weiß wirken soll. Je höher der Wert, desto heller. Die eben besprochene Variante ist schnell, erfordert jedoch in nahezu allen Fällen eine Nachbearbeitung. Meist ist man über den direkten Weg schneller:
Bei angewähltem, umzuwandelnden Objekt, aktivieren wir das Gitterwerkzeug in der Werkzeugpalette (Shortcut „U“) und klicken überall dort in das Objekt hinein, wo wir Gitterpunkte erstellen wollen, also Punkte, an denen wir den Farbverlauf gezielt beeinflussen wollen. Beim setzen eines neuen Gitterpunktes wird automatisch die aktive Vordergrundfarbe angewendet. Will man dies verhindern, drückt man zusätzlich die „Shift“ Taste beim klicken.
Jeder Klick in die freie Fläche eines Objektes erzeugt zwei Gitterlinien, eine horizontal und eine vertikal. Der Verlauf der Linien zu den Rändern hin ergibt sich aus der vorliegenden Form und nimmt mitunter sehr eigene Formen an. Wer lieber eine flächige Projektion als Ausgangsbasis möchte, wählt lieber die erste genannte Variante.
Ein Klick auf eine bestehende Gitterlinie fügt nur noch das fehlende Gegenstück hinzu.
Klickt man mit gedrückter Alt-Taste auf einen Gitterpunkt, so löscht man diesen.
Spätestens jetzt erkennt man die große Ähnlichkeit mit dem Pfadwerkzeug.

- Abbildung 1
Das zu erreichende Ergebnis. 
- Abbildung 2
Erstellen eines Verlaufgitters über den Menübefehl oder das entsprechende Werkzeug. 
- Abbildung 3
Ein Verlaufsgitter besteht aus Gitterpunkten, Gitterlinien und Ankerpunkten.





