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Farbharmonien

Autor:
Philip Fuchslocher
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Das wählen einer „schönen“ Farbe fällt in der Regel leicht. Deutlich schwerer wird es dann bereits, wenn mehrere Farben miteinander kombiniert werden sollen. Passen sie zusammen oder beißen sie sich? Welche Farben verwende ich, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen? Diese Aspekte möchte ich gerne in diesem Artikel zusammenfassen. Als Referenzprogramm verwende ich Photoshop, die Theorien und Farbregeln sind jedoch allgemeingültig.


1. Defninition des Farbkreises

Grundlegend für alle Arbeit mit Farben ist das Verständnis um den Farbkreis. Ausgehend von der Farbe Rot (0° bzw. 360°) führen die Farben abwechselnd über die Primärfarben der Farbräume RGB und CMYK (Abbildung 1):
Rot – Gelb – Grün – Cyan – Blau – Magenta – Rot

Nähere Informationen zu dem Farbkreis findet Ihr in der Grundlagenschulung zu Photoshop in dem Kapitel „Farbe“. Wenn in diesem Artikel von „gleichen Abständen“ gesprochen wird, ist damit stets der Abstand auf einem auf einem Kreisradius gemeint, auf dem die Grundfarbe liegt. (2.a und 2.b bilden hier eine Ausnahme)


2. Analoge Farbharmonien

Farben bzw. Farbtöne die dicht beieinander liegen werden als besonders harmonisch und ruhig empfunden. Man spricht hier von analogen Farbharmonien. Charakteristisch für solche Harmonien sind die dicht beieinander liegenden Farben. Von einer Grundfarbe ausgehend bewegt man sich auf dem Farbkreis bis maximal zum nächsten angrenzenden Farbton nach Rechts oder Links. Das wäre bei der Grundfarbe Blau z.B. Magenta oder Cyan. Für einen analogen Dreiklang (Verwendung von drei Farben) verwendet man einfach beide benachbarten Farben. Natürlich ist man nicht gezwungen einen kompletten Farbton zu springen. Verwendet man drei Farben, so wirkt ein gleicher Abstand in beide Richtungen, ausgehend von der Grundfarbe, am ruhigsten. Abweichungen erzeugen dezente Spannung. (Abbildung 2)

a) Monochromatisch: Anstatt mit verschiedenen Farben zu arbeiten, wird nur ein einziger Grundton verwendet. Dieser wird in verschiedenen Sättigungsgraden verwendet. In Photoshop lässt sich die Sättigung im Farbwähler einstellen.

b) Abgedunkelt: Die Grundfarbe wird mit Schwarz gemischt und damit verdunkelt und getrübt. Im Farbwähler wird rechts unten neben dem Buchstaben „K“ der Wert entsprechend erhöht oder gesenkt.


3. Komplementäre Harmonien

Zwei Farben die sich im Farbkreis gegenüber liegen, nennt man Komplementärfarben. Das wäre zum Beispiel die Kombination „Grün-Magenta“. Dieser Farbkontrast kann in richtigem Farbverhältnis harmonisch wirken, jedoch auch als beißend empfunden werden. Zueinander komplementäre Farben sollten dezent eingesetzt werden, insofern nicht die Absicht verfolgt wird eine bewusst drastische Farbwirkung zu erzielen. (Abbildung 4)

Verwendet man anstatt der Komplementärfarbe zwei benachbarte davon, in jeweils gleichem Abstand nach Links und Rechts auf dem Farbkreis, so spricht man von ein „Teilkomplementär“. (Abbildung 5)


4. Triade, Tetrade und Pentagramm

Eine weitere Möglichkeit, zueinander harmonische Farben zu ermitteln ist das Setzen gleicher Abstände auf dem Farbkreis. Bei drei voneinander gleich weit entfernten Farben spricht man von einer Triade (Abbildung 6), bei vier Farben von einer Tetrade (Abbildung 7)und bei fünfen von einem Pentagramm (Abbildung 8).


5. Empfehlungen zum Thema Farbe

a) Interessante Websiten die sich mit dem Thema „Farbe“ beschäftigen findet Ihr in dem Bereich „Rund um Farbe“ in unserer Link-Sektion.

b) Ein sehr nützliches Buch zum finden von Farbharmonien, basierend auf verschiedensten Verwendungszwecken (gedeckt, natürlich, barock, progressiv...) ist beim mitp-Verlag erschienen. Eine Rezension dazu findet Ihr hier auf Photozauber.

c) Ein Werkzeug das die Experimentierfreude im Mischen von Farben weckt hat Adobe mit der Online-Anwendung „Adobe Kuler“ geschaffen. Neben dem Programm selber hat sich darum eine eigene Community entwickelt. Jeder kann selbst erstellte Farbkombinationen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, inklusive aller Farbwerte in Zahlen:
Zur Website "Adobe Kuler".


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Farbkreis
Abbildung 1
Aufbau des Farbkreises-
Analog Variante 1
Abbildung 2
Einfache analoge Farbharmonie.
Sättigung anpassen
Abbildung 3
Farbabstufungen anhand unterschiedlicher Sättigung.
Komplementär
Abbildung 4
Harmonie im Komplementärkontrast.
Teilkomplementär
Abbildung 5
Teilkomplementäre Farbharmonie.
Triade
Abbildung 6
Triade.
Tetrade
Abbildung 7
Tetrade.
Pentagramm
Abbildung 8
Pentagramm.