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Das HTML/CSS-Codebook

Rezensiert von:
René
Autor:
Marianne Hauser, Tobias Hauser, Christian Wenz
Verlag:
Addison-Wesley
Zielgruppe:
Fortgeschrittene
ISBN:
3-827-32151-4
Preis:
99,95 €
Amazon:
Link
Buchnote:
5
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Gestaltung und Aufbau

976 gebundene Seiten und eine überdimensionierte Aufbewahrungsschachtel für die mitgelieferte CD-ROM, umrahmt von einem trendig gestalteten Pappschuber heben sich im oft dröge anmutenden Metier des Fachbuchregals auf den ersten Blick sehr augenfreundlich hervor. Die grobe Unterteilung des bislang nur als Hardcover erschienenen Buches strukturiert sich dabei wie folgt:

Teil I: Einführung
Teil II: Rezepte
Teil III: Referenz

sowie einem ausführlichen, wie vollständigen Stichwort- und Befehlsverzeichnisses. Auf der CD-ROM befindet sich das komplette Werk im PDF-Format, alle Beispielscripte und Demoversionen verschiedener, webentwicklungsrelevanter Software (z.B. gängige und alternative Browser, Flash, Director, ect.).

Nach erstem Durchblättern fällt die übersichtliche Gestaltung ins Auge. Unter anderem erleichtern kleine, kapitelweise Aussparungen am Rand das nochmalige Nachschlagen und Stöbern. Fußnoten geben weiterführende Erklärungen zu den aktuell behandelten Themengebieten. Spezielle Textpassagen für Hinweise oder tabellarische Daten fügen sich angenehm in das Gesamtbild ein.

Inhalt

Der Inhalt wird dem Erwartungen weckenden Äußeren nicht gerecht. Die Einführung ist zwar umfassend und klärt den geneigten Einsteiger anfangs über die Ursprünge und Geschichte des Internets auf, hinterlässt aber den faden Beigeschmack der Subjektivität. Von (Internet-)Legenden und (Browser-)Krieg ist die Rede, welche als gängige, aber dennoch nur persönliche und pathetische Interpretation der Ereignisse zu betrachten sind. Der vermittelte Einstieg in HTML lässt dagegen weniger zu wünschen übrig und gibt einen guten ersten Überblick über die Materie. Ähnlich verhält es sich mit den restlichen Kapiteln. Immer wieder stößt man auf eine unpassend platzierte Autorenmeinung, die im gut vermittelten Wissen eingebettet ist. Oft schlagen dabei die Fußnoten mit irrelevanten Informationen aus den Strängen (z.B. die etymologische Betrachtungsweise des Wortes „gelackmeiert“).

Zusätzliche Kritikpunkte sind im bei weitem nicht der Vollständigkeit gerecht werdenden Umfang, in fehlenden Seitenangaben bei internen Verweisen und im oft nur einkopiert erscheinenden spezifischen Fachwissen zu suchen. Den größten Fauxpas erlauben sich die Autoren mit dem gewählten Sprachstil. Selten, dennoch in letzter Zeit leider häufiger anzutreffen, findet sich in einem Fachbuch eine derartige Aufeinanderreihung von offensichtlichen grammatikalischen und orthografischen Fehlern, Wortdopplungen und Simpelrhetorik, welche sich teilweise störend auf das aktive Lernverhalten und Interesse am Thema auswirken.

Fazit

Das Preis-/Leistungsverhältnis dieses Buches ist derart schlecht, dass es uneingeschränkt nicht empfohlen werden kann. Angesichts des horrenden Preises bleibt nur die Kategorisierung als Blendwerk ohne inhaltliche Glanzpunkte. Traurig ist außerdem festzustellen, daß - wie so oft üblich - wenig Wert auf korrekten Sprachgebrauch gelegt wird und somit keine ausreichende Differenzierung von manch überzeugenderen und kostenlosen Materialien, die im Internet zur Verfügung stehen, vorhanden ist.


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