Making of: Pudelfrisur – Anpassung der Bildelemente eines Composings

Tutorials 6. November 2012 – 0 Kommentare

In diesem Tutorial geht es in erster Linie um das perfekte Zusammenspiel einzelner Bildelemente in einem Composing. Kenntnisse der Freistellungs- und Maskierungstechniken werden hier vorausgesetzt. Damit das Nachmachen dieses Tutorials schneller voran geht, habe ich die Freistellung der Elemente zum größten Teil schon erledigt, damit ihr euch auf die wichtigste Aufgabe konzentrieren könnt – die Platzierung der freigestellten Objekte und die Anpassung von Schattierungen. Viel Spaß!

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Schritt 1

Der Raum für das Composing wird in einer leeren Datei kreiert. Erstellen Sie zuerst eine neue leere Arbeitsfläche mit einem weißen Hintergrund. Öffnen Sie das Bild mit dem Hintergrund und verschieben Sie den Hintergrund in die neue Arbeitsfläche. Die Ebene mit dem Hintergrund können Sie mit Bild>Anpassungen>Farbbalance leicht rot-gelb einfärben, um eine etwas gemütlichere Atmosphäre zu kreieren. Duplizieren Sie die Ebene mit dem Hintergrund zweimal, damit Sie die Ausgangsflächen für den Boden und zwei Wände haben. Passen Sie die Flächen aneinander so an, dass ein dreidimensionaler Raum erkennbar wird. Verwenden Sie dazu die Tastenkombination Strg+T. Klicken Sie dann mit den rechten Maustaste in den Transformationsrahmen und wählen Sie Verzerren.

 

Schritt 2

Damit die Wände des Raumes nicht so verdächtig gleich aussehen, können Sie diese mit Hilfe einiger Bilder mit Strukturen und alten Schriften ein wenig schmücken. Öffnen Sie das Bild mit der Struktur 1 und verschieben Sie dieses in die Arbeitsfläche Ihrer Collage. Wechseln Sie die Ebenenfüllmethode für die Ebene mit der Struktur auf Ineinanderkopieren. Die harten Kanten können Sie mit einem Maskierungsverlauf bearbeiten, sodass diese nicht mehr zu erkennen sind.

 

Schritt 3

Fügen Sie noch ein paar Bildelemente hinzu, damit auf jeder Wand eine kaum erkennbare Struktur zu sehen ist. Für alle Ebenen mit Strukturen ändern Sie ebenfalls die Ebenenfüllmethode auf Ineinanderkopieren. Falls Sie eine etwas dezentere Verzeichnung für die Strukturen wünschen, können Sie die Ebenenfüllmethode Weiches Licht verwenden.

 

Schritt 4

Damit der Raum mehr Tiefe bekommt, erstellen Sie die Schatten an den Grenzen zwischen den Wänden und dem Fußboden. Erstellen Sie zuerst eine neue Ebene über allen Ebenen in der Ebenenpalette. Wählen Sie das Polygon-Lasso Werkzeug und zeichnen Sie mit diesem Werkzeug eine Form, wie auf dem Screenshot.

 

Schritt 5

Definieren Sie als Hintergrundfarbe Schwarz und füllen Sie den ausgewählten Bereich mit schwarzer Farbe. Benutzen Sie dazu die Tastenkombination Strg+Löschtaste. Alternativ können Sie den ausgewählten Bereich mit dem Füllwerkzeug mit schwarzer Farbe füllen. Die Auswahl kann mit Strg+D aufgehoben werden.

 

Schritt 6

Wählen Sie Filter>Weichzeichnungsfilter>Gaußscher Weichzeichner. Im Dialog Gaußscher Weichzeichner wählen Sie einen Radius von ca. 8-12 Pixel. Wenn Sie einen weicheren Schatten wünschen, wählen Sie einen größeren Radius.

 

Schritt 7

Die Abschattungen der Ecken funktionieren besser, wenn Sie die Schatten auf zwei verschiedenen Ebenen machen. Die erste Schattenebene ist für diffuse Schatten zuständig – mit einem größeren Radius des Gaußschen Weichzeichners – und die zweite setzt gezielte Akzente genau in die Ecken. Der Radius kann hier kleiner ausfallen, ca. 6-8 Pixel. Es kann passieren, dass die Schatten der zwei Ebenen zu massiv wirken; reduzieren Sie in diesem Fall die Deckkraft einer oder beider Schattenebenen.

 

Schritt 8

Erstellen Sie über allen Ebenen in der Ebenenpalette eine neue Ebene und benennen Sie diese Vignettierung. Mit dem Verlaufswerkzeug erstellen Sie mehrere Verläufe von außen nach innen, wie auf dem Screenshot, damit die Bildkanten abgedunkelt werden. Verwenden Sie dazu folgende Optionen für das Verlaufswerkzeug: Linearer Verlauf, Vordergrund-transparent, Vordergrundfarbe Schwarz. Statt Schwarz können Sie auch dunkelbraun verwenden, dann ist die Vignettierung etwas dezenter, wie auf einem alten Foto. Die Ebene mit der Vignette bleibt in der Ebenenpalette immer ganz oben, das heißt, alle Bildelemente, die noch eingefügt werden, kommen unter diese Ebene.

 

Schritt 9

Öffnen Sie das Bild mit dem freigestellten Hund. Ziehen Sie die freigestellte Ebene in die neue Bildfläche mit dem Verschieben-Werkzeug. Erstellen Sie eine Ebenengruppe, die Sie in Hund umbenennen können, und verschieben Sie die Ebene mit dem Hund in diese Gruppe. Es ist sinnvoll, für alle neu eingefügten Bildelemente gleich Ebenengruppen zu kreieren; schließlich gehören zu jedem Bild weitere Ebenen – zum Beispiel Schatten. Mit Hilfe von Ebenengruppen haben Sie mehr Übersicht in der Ebenenpalette.

 

Schritt 10

Erstellen Sie die Schatten für die Ebene mit dem Hund. Am effektivsten arbeiten Sie mit dem Pinsel-Werkzeug mit geringer Deckkraft, z.B. 20-30%. Zum Erstellen der Schatten können Sie mehrere leere Ebenen erzeugen. Es ist übersichtlicher, wenn Sie für verschiedene Schattenarten verschiedene Ebenen benutzen. So können die Komponenten der Schatten unabhängig voneinander z.B. mit Masken bearbeitet werden, oder Sie können für eine bestimmte Schattenart die Deckkraft der Ebene reduzieren, um den Schatten transparenter zu machen. Erstellen Sie für die Ebene Hund drei verschiedene Schatten: Schlagschatten auf dem Boden, Schlagschatten auf der Wand – beide mit einem großen weichen Pinsel. Für den Schatten unter dem Hund (Kernschatten) verwenden Sie einen Pinsel mit kleinerem Radius. Nachdem die Schatten für den Hund fertig sind, kann die Ebenengruppe geschlossen werden.

 

Schritt 11

Erstellen Sie die neue Ebenengruppe für den Affen. Verschieben Sie die Ebene mit dem freigestellten Affen in diese Gruppe. Die Freistellung ist noch nicht komplett; das war absichtlich, damit die Anpassung des Fells mit dem Pinsel-Werkzeug auf der Ebenenmaske entsprechend der neuen Umgebung erfolgen kann. Verwenden Sie für die Maskierung mit dem Pinsel-Werkzeug verschiedene Werkzeugspitzen, wie z.B. „Stern“ mit unterschiedlichen Größen. Maskieren Sie die Bereiche mit dem restlichen Hintergrund, sodass die Figur des Affen harmonisch in die neue Umgebung integriert wird.

 

Schritt 12

Geben Sie dem Affen die Schere. Das Bild mit der Schere wurde schon freigestellt und Sie brauchen die Ebene mit der Schere nur in die Gruppe mit dem Affen zu verschieben. Die Schere sollte über der Ebene mit dem Affen liegen. Mit Strg+T können Sie die Größe und die Drehung der Schere anpassen. Erstellen Sie dann auf der Ebene mit der Schere eine Maske. Maskieren Sie die Bereiche wie auf dem Screenshot mit einem Pinsel, damit der Eindruck entsteht, dass der Affe die Schere in der Hand hält.

 

Schritt 13

Das Gleiche passiert mit dem Kamm. Da der Kamm für die Hände des Affen zu klein ist, kann die Kamm-Ebene dupliziert werden, längs verschoben, sodass der Kamm an zwei Stellen zu sehen ist, wie auf dem Screenshot.

 

Schritt 14

Auf die gleiche Art können Sie dem Affen auch den Spiegel geben. In dem Spiegel sollte das Gesicht des Hundes zu sehen sein. Wählen Sie die Ebene mit dem Hund und erstellen Sie mit dem Lasso-Werkzeug eine Auswahl wie auf dem Screenshot. Mit Strg+J erstellen Sie eine Kopie des Gesichts auf einer neuen Ebene. Verschieben Sie diese Ebene zuerst in die Ebenengruppe mit dem Affen. Dann kann diese Ebene gespiegelt und gedreht werden, wie das auf dem Screenshot zu sehen ist.

 

Schritt 15

Passen Sie die Ebene mit dem Gesicht des Hundes so an, dass der Eindruck einer Spiegelung entsteht. Sie können die Teile der Ebene, die nicht in das Spiegelbild passen, mit dem Radiergummi-Werkzeug entfernen.

 

Schritt 16

Genau so wie in den Schritten 14+15 beschrieben, können Sie die Spiegelung der Struktur einbauen. Kopieren Sie ein Teil von der Wand und passen Sie die Form dieser Ebene der Form des Spiegels an.

 

Schritt 17

Der Affe kann jetzt mit Schatten ausgestattet werden. Verwenden Sie dazu das Pinsel-Werkzeug und gehen Sie so vor wie bei dem Erstellen der Schatten für den Hund. Wenn die Schatten fertig sind, können Sie die Ebenengruppe mit dem Affen schließen.

 

Schritt 18

Für die weiteren Schritte benötigen Sie die freigestellten Flaschen und den Haarschneider. Sie können entweder die bereits freigestellten Dateien verwenden oder Ihre eigenen Bilder dafür benutzen.

 

Schritt 19

Falls Sie eine leere Flasche in Photoshop mit Flüssigkeit „füllen“ möchten, können Sie das auf die folgende Art machen. Erstellen Sie über der Ebene mit der Flasche eine leere Ebene. Wählen Sie dann das Auswahlellipse-Werkzeug und zeichnen Sie eine Ellipse, die in etwa den Durchmesser der Flasche hat. Verwenden Sie dazu die Option Weiche Kante mit einem Radius von ca. 1-2 Pixel. Füllen Sie dann die Auswahl mit weißer Farbe. Heben Sie die Auswahl auf und reduzieren Sie die Deckkraft der Ebene auf ca. 50% – die Flasche ist gefüllt.

 

Schritt 20

Wenn alle Flaschen in das Bild integriert sind, können Sie diese mit den passenden Schatten ausstatten. Hier gilt das Gleiche: für jeden Schatten eine neue Ebene.

 

Schritt 21

Verschieben Sie die freigestellte Ebene mit dem Haarschneider in die Arbeitsfläche der Collage und versehen Sie den Haarschneider mit dem Schatten. Hier können Sie auch das Pinsel-Werkzeug benutzen.

 

Schritt 22

Das Bild mit der Trommel wird in dieser Collage als Haartrockner verwendet. Damit der Haartrockner richtig spektakulär aussieht, können Sie ihn wie einen Scheinwerfer aussehen lassen. Wie genau das geht, erfahren Sie Schritt für Schritt im Tutorial „Golden Light“.

 

 

Und so sieht das Ergebnis aus:

Autor: Pavel Kaplun

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